Sonntag, Mai 20, 2012
Fachartikel Grundlagen Anwendungsgebiete therapeutischer Standardmethoden

Anwendungsgebiete therapeutischer Standardmethoden

Über den Autor: Michael Friedrichs  - Homepage ⇑
:" Ich bin Psychologie-Student an der Bergischen Universität Wuppertal mit den Schwerpunkten ABO und Klinische Psychologie. Als ausgebildeter Kaufmann fällt es mir leicht, auch die wirtschaftlichen Hintergründe im psychologischen Prozess zu verstehen. "

Jeder praktische Psychologe braucht sie. Jeder Student liebt sie. Die Klienten hassen sie:
Wiederkehrende Standards, denen der Ruf von Stereotypisierung anhaftet, die aber für die professionelle Arbeit unerlässlich sind.

 

Ich möchte hier nicht seitenweise Standards notieren, die für Viele sowieso irgendwie bekannt sind. Vielmehr stellt sich die interessante Frage: Welche Methode greift denn bekanntermaßen bei welcher Störung ? Hier folgt nun also eine kleine Liste von Störungen und der möglichen Behandlunsgabläufe.

 

 

Panikstörung ohne Agoraphobie

1. Anamnese

2. Exploration

3. Psychoedukation

4. Selbstbeobachtung

5. Reizkonfrontation in vivo (graduiertes Vorgehen)

6. Kognitive Umstrukturierung

7. Rückfallprophylaxe

 

Posttraumatische Belastungsstörung

1. Anamnese

2. Exploration

3. Psychoedukation

4. Imaginatives Nacherleben (Reizkonfrontation in sensu)

5. Reizkonfrontation in vivo

6. Kognitive Umstrukturierung

 

Schizophrenie, paranoider Typus

1. Anmanese

2. Exploration

3. Psychoedukation

4. Kognitives Training

5. Problemlösetraining

6. Training sozialer Kompetenzen

7. Familienbetreuung

 

Spezifische Phobie (Zahnbehandlungsphobie)

1. Anamnese

2. Exploration

3. Psychoedukation

-> Streß-Belastungstraining

a) Exploration dysfunktionaler Kognitionen

b) Angsthierarchie erstellen

c) Entspannungstraining

d) Reizkonfrontation in sensu

e) Reizkonfrontation in vivo (in der nächsten Sitzung)

f) Nachbesprechung nach jeder Sitzung (Was war hilfreich, was nicht ?)

g) Aktuelles Angstniveau einschätzen

 

Agoraphobie ohne Panikstörung in der Vorgeschichte

1. Anamnese

2. Exploration

3. Psychoedukation

4. Festlegung des Therapieziels

5. Reizkonfrontation in vivo (graduiertes Vorgehen)

-> Sekundärer Krankheitsgewinn ?

 

Zwangsstörung

1. Anamnese

2. Exploration

3. Psychoedukation

4. Selbstbeobachtung (Tagebuch: wann, wie oft, in welchem Zusammenhang?)

5. Reizkonfrontation in sensu

6. Reizkonfrontation in vivo mit Reaktionsverhinderung als Hausaufgabe

7. Kognitive Umstrukturierung

 

Nicht näher bezeichnete Eßstörung / Binge-Eßstörung

1. Anamnese

2. Exploration

3. Gewichtskurve erstellen

4. Tagebuch

5. Informationsvermittlung

6. sozialer Kontrakt / Therapeutischer Vetrag

7. Stimuluskontrolle

8. Selbstverstärkung / -bestrafung

9. Verdecktes Konditionieren

10. Aufbau alternativer, angenehmer Aktivitäten

11. Kognitive Umstrukturierung

12. Entspannungsübungen

 

 

 
Psychologie Heute Der Blues nach dem Akt: Über die Traurigkeit nach dem Sex. Die neue Onlinemeldung auf Psychologie Heute. http://tinyurl.com/nyaayc
Dienstag, den 05. April 2011 um 05:52 Uhr
 
Praxis Dr. Shaw Sollten Menschen mehr über ihren Tod nachdenken? Neue Studie: http://t.co/OiJ24sjH Psychologie
Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 15:40 Uhr

Tipp: Fachartikel

Die Fachartikel sind eigenständige Beiträge von Beteiligten Mitgliedern auf www.yoolai.de. Sie geben, so gut wie möglich, einen qualifizierten Einblick in die Themen der Psychologie.

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