Lernhilfen / Strategien
Kleine Tricks rund ums Trennen in Textdokumenten
In Sachen Silbentrennung hat Word so seine Tücken. Da rutschen einmal gesetzt Trennstriche mitten in den Text, während andernorts Begriffe, die einen Bindestrich beinhalten, getrennt werden, obwohl dies eigentlich nicht gewünscht ist (z.B. NEO-FFI). Auf der anderen Seite will es einfach nicht gelingen, bestimmte Ausdrücke, die mit einem Leerzeichen geschrieben werden, dort eben nicht zu trennen, sondern als Ganzes in die folgende Zeile zu schieben (z.B. N = 20). Doch wer diesen Problemen einmal auf den Grund geht, wird erkennen, dass Word hierfür durchaus Lösungen bereit hält. Einige dieser Tricks könnt ihr hier nachlesen und sie bei eurer nächsten schriftlichen Arbeit direkt ausprobieren. Aha-Erlebnisse garantiert!
In längeren Text-Dokumenten stellt sich die Frage nach der Silbentrennung. Einzelne Wörter per Hand zu trennen stellt sicherlich die schlechteste Variante dar. Alle, die das schon einmal probiert haben, werden die leidvolle Erfahrung gemacht haben, dass sich durch das nachträgliche Einfügen von Textpassagen der Zeilenumbruch verschiebt und nun die getrennten Wörter auf einmal „im Innern der Zeile“ zu finden sind, was natürlich extrem un-prak-tisch aussieht und zudem falsch ist. Eine nicht wirklich sinnvolle Alternative stellt die automatische Silbentrennung dar, wie sie von Word angeboten wird. Die Nachteile liegen auf der Hand: sie funktioniert nicht immer zu 100%, so mache Silbentrennung möchte man lieber vermeiden (z.B. die Trennung von Eigennamen) und zudem werden Wörter nach der neuen Rechtschreibung auch an solchen Positionen getrennt, die nach wie vor sehr unvertraut erscheinen. Doch was von Trennungen nach der Manier „Diag-nostik“ zu halten ist, kann jeder für sich entscheiden.
Was also tun, wenn die automatische Silbentrennung ausgeschieden ist, der Text aber auch längere Wörter enthält, im Blocksatz geschrieben wird und fortlaufend an verschiedenen Stellen weiterer Text eingefügt wird? Um zu verhindern, dass einzelne Zeilen nur aus wenigen Wörtern bestehen und dazwischen große, unschöne Lücken klaffen, gibt es die Möglichkeit des „bedingten Bindestrichs“.
Der "bedingte Trennstrich"
Hierbei handelt es sich um einen Trennstrich zum Anzeigen der Stelle in einem Wort, an der es getrennt werden kann, wenn dies am Ende einer Zeile erforderlich ist.
Normalerweise ist der bedingte Trennstrich nur sichtbar, wenn er ein Wort am Ende einer Zeile trennt. Steht das Wort allerdings mitten in der Zeile, ist der bedingte Trennstrich nicht sichtbar und wird auch nicht gedruckt. Wenn ihr alle bedingten Trennstriche in einem Dokument angezeigt bekommen möchtet, dann müsst ihr die Formatierungszeichen einschalten. Hierzu auf der Symbolleiste Standard das Symbol ¶.
Im Dokument erscheint der bedingte Trennstrich als ein Minus an dessen vorderem Ende ein Häkchen nach unten sitzt.
Die erforderliche Tastenkombination für den bedingten Trennstrich ist: Strg + Trennstrich
Der "geschützte Trennstrich"
Hierbei handelt es sich um einen Trennstrich, der verhindert, dass ein Wort getrennt wird, wenn es sich am Ende einer Zeile befindet. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass z.B. Abkürzungen wie „DSM-IV“ getrennt werden. Stattdessen wird das gesamte Wort, welches den Bindestrich enthält, an den Anfang der nächsten Zeile verschoben.
Die geschützten Trennstriche werden im Dokument nur dann angezeigt, wenn die Steuerungs- bzw. Formatierungszeichen (Symbol ¶ anklicken) eingeblendet werden. Zum Anzeigen geschützter Trennstriche wird im Textverarbeitungsprogramm Word als Symbol ein längeres Minuszeichen verwendet.
Umsetzen könnt ihr den geschützten Trennstrich mit der Tastenkombination: Strg + Umschalt + Trennstrich
Das "geschützte Leerzeichen"
Ebenfalls für das Formatieren wissenschaftlicher Texte äußerst vorteilhaft ist das „geschützte Leerzeichen“. Wenn ihr z.B. nicht wollt, dass ein Ausdruck wie z.B. α = .73 mittendrin umgebrochen wird, dann bietet sich hier das geschützte Leerzeichen an. Ist nämlich in der Zeile, in welcher der betreffende Ausdruck steht, kein Platz mehr, dann wird er komplett in die nächste Zeile geschoben.
Eine weitere Anwendungsmöglichkeit bietet sich insbesondere beim Schreiben im Blocksatz. Hier kann es passieren, dass die einzelne Elemente in Ausdrücken wie z.B. (N = 20) mal näher und mal weiter auseinander stehen. Wer sich hier also in seinen Perfektionismus austoben möchte, hat mit dem geschützen Leerzeichen allelei Gelegenheiten.
Wenn die Steuerungszeichen (¶) eingeschaltet sind, erkennt ihr alle geschützten Leerzeichen an klitzte kleinen Kreisen.
Die Tastenkombination lautet: Strg + Umschalt + Leertaste
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